Darf ich glücklich sein, auch wenn es anderen schlecht geht?

1.05.2021

Meine Gedanken von meinem monkey-mind (Äffchen im Gehirn)…

Kennst du diese Frage als innere Stimme oder als Gefühl?

Ich bin so aufgewachsen. Diese wundervollen Eigenschaften von meinem direkten Umfeld der Empathie, Freundlichkeit, Mitgefühl für alle zu haben. Doch war dieses Mitgefühl vielmals schwer, denn es war ein Mitleiden.

Das Wort Mitleid beinhaltet Leid. Wem helfe ich, wenn ich mitleide? Daher ersetze ich jedes Mal das Wort und Gefühl von Mitleid durch Mitgefühl. Diese wunderbare Eigenschaft möchte ich behalten, doch eben mit Mitgefühl bin ich in der eigenen Kraft und kann unterstützen, ohne zu leiden. Und nur nebenbei, wem würde mein Leiden helfen? Genau, niemand und schadet mir eher.

Zurück zum Mitfühlen. Mit der Familie, Freunden, Lebewesen, der ganzen Welt mitzufühlen, wenn unschöne Dinge passieren. Durch das Ersetzen des Mitleids durch Mitgefühl wirkt das ganze schon leichter.

Ähnlich dazu, hatte ich den Glaubenssatz, der auch nicht ganz ungewöhnlich ist, die Welt retten zu müssen. Dies ist eine große Last auf den Schultern und nebenbei gesehen, wenn ich „oben“ nachfrage, auch nicht meine Aufgabe. Meine Aufgabe ist, meinen Teil zu einer besseren Welt beizutragen. Mit „oben“ nachfragen, meine ich das Universum, Gott, Schöpfer, die größere Macht – wie auch immer man dies bezeichnen mag.

Zur Lösung:

Rationell gesehen, frage ich, wem hilft es, wenn ich auch leide, wenn ich mir Dauer-Sorgen mache, helfe ich damit irgendjemandem? Nein. Kann ich meine Familie besser unterstützen, wenn ich unglücklich bin und leide? Nein.

Aber was wäre denn, wenn ich nun glücklich wäre, fröhlich, den Moment genieße und meinen Weg gehe, dabei innerlich Power habe, gute Energie ausstrahle – würde das dem Umfeld helfen? Zumindest mehr, als wenn ich leidende, negative Energie ausstrahle.

Soweit logisch: und doch, darf ich glücklich sein, wenn jemand aus der Familie krank ist, wenn es Leid auf der Welt gibt?

Wer entscheidet, ob ich glücklich sein darf?

JA. Das ist genau der Punkt. Wer entscheidet das? Nur ich selbst, richtig? Ich selbst kann mir erlauben glücklich oder unglücklich zu sein.

Zu Leben in Sorge, was passieren könnte, wenn …….. – hier bin ich in der Zukunft.

Zu Leben im Bedauern, was mir alles negatives passiert ist…..  – hier lebe ich in der Vergangenheit.

Genau diese Gedanken mache ich mir immer wieder, ertappe mich dabei in der Vergangenheit oder in der Zukunft zu sein. Kann ich hier etwas verändern?

Kann ich die Vergangenheit verändern? Nein, ich kann daraus lernen, mich weiterentwickeln. Die Emotionen, die Wunden heilen, loslassen und voranschreiten.

Habe ich Einfluss auf die Zukunft? JA, helfen mir Sorgen dabei? Das schwarzmalen der Zukunft? NEIN. Mit dem Fokus auf Sorgen, auf das Negative, manifestiere ich mir genau das. Wenn ein größerer Teil meiner Emotionen und Gedanken auf das Negative geht, kann es sein, dass ich mir genau das manifestiere.

Unser Gehirn ist ein Super-Computer, aus der Evolution darauf ausgerichtet, Gefahren zu erkennen, dem Negativen auszuweichen, zu Lernen.

Es erfordert die eigene Entscheidung, worauf meine Gedanken sich fokussieren.

Wenn ich es zulasse, gehen die Gedanken zu den Sorgen um die Familie, den Mitmenschen, der ganzen Welt, was gerade passiert Krankheit, Covid, finanzielle Sorgen, usw.

Dann frage ich mich, darf ich Pläne machen, Träumen, glücklich sein?

Ich habe viele Jahre gebraucht, um hier mit einem JA zu antworten. Doch damit ist es nicht erledigt. Die Zweifel und innere Frage und das innere Gefühl von „ist das richtig, ist das fair?“ kommen immer wieder hoch und zur Zeit auch stärker.

Hier hilft mir zuerst die Frage aus der Logik und Vernunft kommend:

wem helfe ich, wenn ich mitleide? Niemand.

Okay. Wenn ich selbst viel Energie habe, dann habe ich auch Energie um für andere da zu sein und zu unterstützen.

Dann:

Mitgefühl statt Mitleid zu haben und mich an den Unterschied zu erinnern.

Den Fokus mehr auf das Jetzt, den Moment zu legen, anstatt im Bedauern (Vergangenheit) oder Sorgen (Zukunft) zu leben.

Meinen Fokus darauf zu setzen, wie ich unterstützen und helfen kann. Indem ich mich selbst weiterentwickle, zu einer besseren Version von mir selbst, mir mehr Wissen über Intuition, den Körper, Gesundheit, Ernährung etc. aneigne, mich selbst mehr und mehr heile, dann bin ich ein besserer Heiler für andere. Und hier beginnt mein Einfluss, Heilung zu bringen, Liebe auszusenden, mit Inspirationen zu motivieren an die eigenen Kräfte und Selbstheilung zu glauben, das Urvertrauen zu stärken und die Verantwortung für das eigene Leben zu übernehmen. Wenn ich hier besser werde, habe ich auch mehr Mittel zur Verfügung, um diese wiederum mehr einzusetzen, andere Menschen auch finanziell zu unterstützen. Zu spenden, eigene soziale Projekte aufzubauen, was zurück zu geben. Das ist mein Herzenswunsch.

Die Verantwortung für das eigene Leben zu übernehmen ist so unendlich wichtig.

Und dann stelle ich mir noch eine weitere Frage.

Ich spule in meinem Leben weiter und weiter – z.B. in 40/50 Jahren, auf dem Sterbebett: Wenn ich hier zurückdenke an diese Situation, welche Emotionen kommen hoch. Mit welchen Gefühlen sehe ich dies?

Das Sorgen machen, Traurigkeit, das Mitleid, der Fokus auf das, was passieren könnte, was negatives passiert.

Fühle ich mich hier auf dem Sterbebett gut damit? Oder bedauere ich dann, nicht gelebt zu haben? Vor etwas Angst zu haben, in Dauer-Sorge und Traurigkeit zu sein, was vielleicht gar nicht eintritt? Und wenn es doch eingetreten ist, habe ich es damit verhindert?

Und wie würde ich entscheiden, was würde ich jetzt tun, wenn ich mich dies auf dem Sterbebett frage?

Meine Antwort ist, hier mich mehr und mehr mit meinem Herzen zu verbinden, meinen Weg zu gehen, was nicht egoistisch ist, sondern meiner Lebensaufgabe folgen, Heilung zu bringen, für alle, die offen dafür sind. Für alle, die bereit sind, sich einzulassen auf das Urvertrauen.

Alles ist bereits in uns, wir dürfen uns nur wieder daran erinnern. Und ich kann und darf hier unterstützen, auf dem Weg, selbst in die Verantwortung zu kommen.

Es ist die Entscheidung von jedem einzelnen, wie wir das Leben leben. Ob wir in die Verantwortung gehen, unseren monkey mind für uns zu nutzen, dieses wunderbare Äffchen im Gehirn, das dauernd denkt, weiter denkt, Szenarien sich ausdenkt für die Zukunft und auch der Vergangenheit. Und so immer wieder neu zu wählen, das Leben als Geschenk zu sehen, zu lernen, sich weiterzuentwickeln, sich mehr und mehr mit dem Herzen zu verbinden, mit Menschen, die wir lieben, dies zuzulassen. Die Liebe anzunehmen und auch zu geben.

Schreib mir gerne, ich freue mich auf deine Kommentare.

Alles Liebe,

Patricia